Jahreslosung 2013

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Jahreslosung 2013
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. (Hebräer 13, 14)

Mittwoch, 5. Juni 2013

Gedanken über Rechtfertigung am Beispiel Abraham



Seit längerer Zeit lässt mich ein Gedanke nicht mehr los! Gab es tatsächlich eine Zeit in der jemand vor Gott durch das Gesetz gerechtfertigt werden konnte?
Soweit mir bekannt ist, war Jesus Christus der einzige der als Mensch unter Menschen die Gebote und Satzungen Gottes eingehalten und danach gelebt hatte. Wie war das aber dann in der Zeit vor Jesus Christus?
Abraham, der zur Zeit des Alten Testamentes lebte wird vom Apostel Paulus der Vater der Gläubigen genannt. Wer aber ist dieser Abraham?

Im kleinen Lexikon zu Lutherbibel lesen wir: „Von Gott aus Heimat und Volkszusammenhang herausgerufen, wird er zum Ahnvater des Gottesvolkes Israel (1Mose 12,1-7; 17,1-8), das seine Erwählung auf die Abraham gegebenen Verheißungen zurückführt. Abrahams Glaube wird auf die Probe gestellt durch das Ausbleiben eines Sohnes und Erben (1Mose 15-18) und die Zumutung, den schließlich doch noch geborenen Sohn Gott wieder zurückzugeben (1Mose 22,1-19). So wird er für Paulus zum Urbild eines Glaubens, der nichts von sich, aber alles von Gott erwartet, und zum »Vater« der Glaubenden (Römer 4).“

Der Apostel Paulus schreibt in Römer 4, 1 – 3: „Was sagen wir denn von Abraham, unserm leiblichen Stammvater? Was hat er erlangt? Das sagen wir: Ist Abraham durch Werke gerecht, so kann er sich wohl rühmen, aber nicht vor Gott. Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden.«“ Weiter schreibt er in Römer 4, 13: „Denn die Verheißung, dass er der Erbe der Welt sein solle, ist Abraham oder seinen Nachkommen nicht zuteil geworden durchs Gesetz, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.“
Dies zeigt uns also dass man in allen Zeiten immer nur durch den Glauben gerechtfertigt wurde. Wie erkennen wir aber dass wir glauben?
In Hebräer 11, 8 lesen wir: Durch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wusste nicht, wo er hinkäme.“
In Jakobus 2, 21 – 23 steht geschrieben: „Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden.“ Schließlich lesen wir dann in Vers 26: Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Hier erkennen wir also, wer wirklich glaubt ist Gott gehorsam und tut die Werke die er uns in seinen Geboten und Satzungen anbefiehlt. Das aber wirft dann wiederum die Frage auf, warum heute von vielen gelehrt wird, dass es nicht notwendig ist die Gebote und Satzungen Gottes zu halten  und es genügt an Jesus Christus zu glauben um gerechtfertigt zu werden?
Wenn man nämlich der Bibel glaubt, dann kann diese Lehre nicht biblisch sein! Diese Lehre ist völlig konträr zur Bibel; wo wir in Lukas 3, 8 – 9 folgende Worte von Jesus Christus lesen: „Seht zu, bringt rechtschaffene Früchte der Buße; und nehmt euch nicht vor zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt; jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.“

Jesus Christus selbst lehrt uns also, dass der Glaube ohne Werke und ohne Gehorsam ein toter Glaube ist und direkt in die Verdammnis führen wird. Ich denke um im wahren und echten Glauben an Gott und seinen Sohn Jesus Christus ausharren zu können hat uns Gott in seiner Gnade die Bibel als sein allein gültiges Wort gegeben. So sollten wir sehr genau auf das achten, was in der Bibel zu finden ist und alles was uns gelehrt oder gepredigt wird an Gottes Wort prüfen. Das aber damit wir nicht erleben müssen was Jesus in Lukas 13, 28 sagt: „Da wird Heulen und Zähneklappern sein, wenn ihr sehen werdet Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoßen.“
Ich denke genau dieses Szenario werden die erleben die leichtgläubig jede Lehre und jedem Theologen Glauben schenken ohne an der Bibel zu prüfen was sie hören.

Ich selbst kannte achtundvierzig Jahre meines Lebens Gott nicht. Dann lernte ich in einer für mich aussichtslosen Situation Jesus Christus kennen und wurde Mitglied in einer christlichen Gemeinde. Jäh intensiver ich dann in der Bibel studierte, desto unruhiger wurde ich. Viele Predigten und Lehren, die ich in meiner Gemeinde hörte passten einfach nicht mit dem zusammen, was mir die Bibel sagte. Als ich daraufhin begann Gottesdienste der verschiedensten christlichen Kirchen zu besuchen wurde mein Unbehagen nur noch größer. Bei allem was ich in dieser Zeit hörte konnte es nur eine Erklärung geben. Entweder ist die Bibel falsch oder das was heute gelehrt wird! In langen Gebeten entschied ich mich dann doch der Bibel zu glauben, denn die größte Angst die ich habe ist, dass Jesus Christus einmal mich damit meint, wenn er sagt: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“(Matthäus 7, 21)

Es vergeht kein Tag in dem ich nicht in der Bibel lese und Gott bitte mich auf dem rechten Weg zur engen Pforte zu führen. Wir sollten nicht aufhören Gott zu fürchten, denn in allen Dingen können wir seine unendlich große Macht sehen, wenn wir unsere Augen offenhalten.

Danket dem Herrn und rufet an seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern! Singet und spielet ihm, redet von allen seinen Wundern! Rühmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den Herrn suchen! Fraget nach dem Herrn und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allezeit! Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Zeichen und der Urteile seines Mundes, du Geschlecht Abrahams, seines Knechts, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten! Er ist der Herr, unser Gott, er richtet in aller Welt. Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter, an den Bund, den er geschlossen hat mit Abraham, und an den Eid, den er Isaak geschworen hat. Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung und für Israel als ewigen Bund und sprach: »Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbteils«, als sie noch gering waren an Zahl, nur wenige und Fremdlinge im Lande. Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Königreich zum andern. Er ließ keinen Menschen ihnen Schaden tun und wies Könige zurecht um ihretwillen: »Tastet meine Gesalbten nicht an, und tut meinen Propheten kein Leid!« Und er ließ eine Hungersnot ins Land kommen und nahm weg allen Vorrat an Brot. Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Josef wurde als Knecht verkauft. Sie zwangen seine Füße in Fesseln, sein Leib musste in Eisen liegen, bis sein Wort eintraf und die Rede des Herrn ihm Recht gab. Amen
(Psalm 105,1-19)