Jahreslosung 2013

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Jahreslosung 2013
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. (Hebräer 13, 14)

Freitag, 17. Mai 2013

Gedanken zum zehnten Gebot



Und Gott redete alle diese Worte: „Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe.“
1. Gebot: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“
2. Gebot: „Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.“
3. Gebot: „Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“
4. Gebot: „Gedenke des Sabbattags, dass Du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken; aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.“
5. Gebot: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, dass dir der HERR, dein Gott, gibt.“
6. Gebot: „Du sollst nicht töten.“
7. Gebot: „Du sollst nicht ehebrechen.“
8. Gebot: „Du sollst nicht stehlen.“
9. Gebot: „Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“

10. Gebot: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.“

Im zehnten seiner Gebote gebietet uns Gott, das wir nicht begehren sollen was unserem Nächsten angehört. Was heißt es aber zu begehren? Im Duden lesen wir folgendes über die Bedeutung zu begehren: nach jemandem, etwas heftiges Verlangen haben; gern erreichen, haben wollen, wollen, zu tun wünschen, erbitten, bittend fordern. Anders als im siebten und achten Gebot, wird im zehnten Gebot also bereits der Gedanke sich die Frau, den Arbeiter oder den Besitz unseres Nächsten aneignen zu wollen von Gott als Sünde bezeichnet. Gott stellt mit diesem Gebot die Habgier und den Neid von uns Menschen unter Strafe.

Martin Luther sagte dazu: „Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause trachten und mit einem Schein des Rechts an uns bringen, sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienlich sein. Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserm Nächsten nicht seine Frau, Gehilfen oder Vieh ausspannen, abwerben oder abspenstig machen, sondern dieselben anhalten, dass sie bleiben und tun, was sie schuldig sind.“

In der heutigen Zeit wäre es sehr wichtig, wieder an dieses Gebot zu erinnern. Habgier und Neid sehen wir heute überall. Der Neid auf den Job, das Auto, den Urlaub unseres Nachbarn kostet vielen die Freude am eigenen Leben. Gefördert wird das durch Werbung in den neuen Medien. Wie viele Gastarbeiter und Migranten werden heute aus Habgier ob ihrer schwierigen Situation von Vermietern und Arbeitgebern ausgebeutet? Wir dürfen nicht vergessen, dass Habgier und Neid immer zur Unzufriedenheit und zu Frust über die eigene Situation führt. So das man kein glückliches und zufriedenes Leben führen kann. Um uns aber ein zufriedenes Leben miteinander zu gewährleisten hat Gott uns dieses Gebot gegeben.

Im neuen Testament schreibt der Apostel Paulus in Römer 13,9: „Denn was da gesagt ist: "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soll nichts gelüsten ", und so ein anderes Gebot mehr ist, das wird in diesen Worten zusammengefasst: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“
Hier sehen wir, wie wichtig es ist das Liebesgebot unseres Herrn Jesus Christus einzuhalten. Wer wahrhaftig liebt wie Jesus die Menschen liebt, der kann nicht gegen die Gebote verstoßen. Denn wahre Liebe stellt immer das Wohl des Anderen vor das eigene Wohl.

Herr, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berge?  Wer untadelig lebt und tut, was recht ist, und die Wahrheit redet von Herzen, wer mit seiner Zunge nicht verleumdet, wer seinem Nächsten nichts Arges tut und seinen Nachbarn nicht schmäht; wer die Verworfenen für nichts achtet, aber ehrt die Gottesfürchtigen; wer seinen Eid hält, auch wenn es ihm schadet; wer sein Geld nicht auf Zinsen gibt und nimmt nicht Geschenke wider den Unschuldigen. Wer das tut, wird nimmermehr wanken. Amen
(Psalm 15,1-5)