Jahreslosung 2013

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Jahreslosung 2013
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. (Hebräer 13, 14)

Mittwoch, 13. März 2013

Gedanken über mein eigenes Bibelverständnis



Da ich seit der Zeit als ich begann meine Gedanken in einem Block zu veröffentlichen, sehr viel Kritik zu meinen Verständnis von der Bibel bekommen habe, begann ich mir immer mehr Gedanken über meine Einstellung zur Bibel zu machen.
Verzweifelt begann ich mich zu fragen, ob es wirklich der Wille Gottes war, der mich dazu brachte meine Gedanken über die Bibel in der heutigen Zeit zu veröffentlichen. Diese Gedanken quälten mich deshalb so sehr, weil ich mich lange gegen diese innere Stimme sträubte, die mir während meiner stillen Zeiten mit Gott immer wieder sagte ich solle meine Gedanken für die Öffentlichkeit niederschreiben. In der letzten Zeit begann ich mich sogar zu fragen, ob es nicht das Werk Satans war, das mich zur Veröffentlichung meiner Gedanken über die Bibel anstiftete.
Gerade in den letzten zwei Wochen wurde ich immer unsicherer und begann schon zu denken, dass Gott sich von mir abgewandt hat. In vielen Gebeten habe ich Gott angefleht mir irgendwie zu zeigen, ob ich noch auf dem rechten Weg bin. Es schien mir so, als ob Gott mich nicht mehr liebte, da ich keine Antwort auf meine Gebete bekam. Ein Gefühl von großer Trauer überkam mich immer mehr.
Vor ein paar Tagen habe ich mich dann entschlossen, zu Fasten und Gott noch einmal auf Knien um eine Antwort zu den mich quälenden Fragen angefleht.
Ich denke, dass ich dann am nächsten Tag seine Antwort bekommen habe. Dazu muss ich bemerken, dass ich auf Facebook sehr viele christliche Freunde aus Russland, der Ukraine, Moldawien und vielen anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion habe. Da ich denke, dass mein Russisch nicht sehr gut ist, traute ich mich nie mit diesen Leuten zu chatten.
Doch schon einen Tag nach meinem Fasten und Beten öffnete sich, als ich gerade in Facebook war, eines dieser Chat Fenster und ein Prediger aus Moskau wollte sich mit mir austauschen. Im Laufe dieser schriftlichen Unterhaltung ermutigte er mich weiterzumachen und bestätigte meine Auffassung über die Bibel. So ging es dann in den letzten Tagen weiter. Immer wieder wollten plötzlich christliche Freunde aus der ehemaligen Sowjetunion mit mir chatten. Von all diesen Freunden wurde ich bestärkt und es gab keine einzige kritische Aussage zu meinem Bibelverständnis.
Ich denke Gott hat mir damit gezeigt, dass es einen Unterschied im Bibelverständnis macht, ob man als Christ Verfolgung am eigenen Leib verspürt hat, so wie es in der ehemaligen Sowjetunion für Christen ja lange Jahre der Fall war, oder ob man als Christ in einer Welt lebt, wo es den Menschen egal ist an wen oder was einer glaubt.
Dabei hätte mir das ja schon vor Jahren auffallen müssen, als ich meine Frau, eine Christin aus der Ukraine geheiratet habe. Denn schon bei unserer Hochzeit, die in Österreich stattfand, war sie sehr erstaunt darüber, dass Frauen eine Kirche betreten ohne ein Kopftuch zu tragen. Sehr betroffen erklärte sie mir, dass in der Bibel anderes geschrieben steht. Auch wollte sie mich mit den Worten „das ist kein Männerraum“ aus der Küche verbannen und ich hatte große Mühe ihr zu erklären dass ich ein begeisterter Hobbykoch bin.

Wie dem auch sei, ich bin sehr froh so viele Christen aus der ehemaligen Sowjetunion in Facebook als Freunde zu haben. Ich habe mich dazu entschlossen meinen Block weiter zu betreiben und so schnell als irgend möglich meine Russischkenntnisse zu verbessern.
Die Kritik, die Beleidigungen und Beschimpfungen von Christen aus dem Sprachkreis meiner deutschen Muttersprache werde ich hinnehmen. Denn dies ist ja geradezu lächerlich, gegen das unsagbare Leid dass mein Herr Jesus Christus auch für meine Sünden und Verfehlungen am Kreuz erleiden musste.

Mein Vater im Himmel ich danke dir das du Gebete erhört. Ich danke dir dass du auf Gebete antwortest, auch wenn man oft sehr genau hinhören muss um die Antwort zu erfassen. Du bist mein Schöpfer und ich bin dein Geschöpf, ich danke dir dafür. Ich danke dir dass ich dich kennen darf. Amen