Jahreslosung 2013

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Jahreslosung 2013
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. (Hebräer 13, 14)

Montag, 8. April 2013

Gedanken über Gottesfurcht



Als Kinder des Gehorsams passt euch nicht den Begierden an, die früher in eurer Unwissenheit herrschten. (1. Petrus 1, 14)

Die Bibel lehrt uns mit keinem Wort, dass  Jesus Christus oder irgendeines der Ämter, die Gott ihm verliehen hat, nach Laune der Menschen geteilt oder ignoriert werden können. Ich frage mich warum es in modernen christlichen Kreisen heute zu der Annahme gekommen ist, dass wir die Möglichkeit hätten, Christus nur als unseren Retter annehmen zu können und den ihm als unseren Herren gebührenden Gehorsam so lange zu verweigern, wie es uns beliebt.
Tatsache ist, dass in der Bibel eine vom Gehorsam getrennte Errettung unbekannt ist, ja einfach nicht gelehrt wird. Im Gegenteil, alle Apostel rufen uns dazu auf, dem Wort Gottes und Jesus Christus gehorsam zu sein.
Ich denke, diese Irrlehre entstand durch den Wettkampf einiger Evangelisten, die die Zahl der Erretteten zu ihren Gunsten in die Höhe treiben wollten und deren Aufruf dann ungefähr so lautete: „ Komm zu Jesus! Du brauchst dich nicht zu ändern und must niemandem gehorchen. Auch musst du nichts aufgeben oder zurückgeben, nichts loslassen, nein du brauchst nur nach vorne zu kommen und ihn als Retter annehmen.“
Genau das hat dazu geführt, dass der moderne Mensch Gott nicht fürchtet. Ihm wurde ja von Gottes Bodenpersonal gesagt, es genügt Jesus Christus als Retter anzunehmen. Alles andere muss nicht sein.
Das ist aber nicht nur dumm, sondern auch sehr gefährlich, denn Gehorsam wird überall in der Bibel gelehrt. Schon von Adam und Eva wurde Gehorsam verlangt, als Gott sie anwies nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Im 1. Johannesbrief lesen wir, die Sünde sei die Gesetzlosigkeit und Ungehorsam gegen das Gesetz Gottes. Auch Paulus beschreibt die Sünder als Söhne des Ungehorsams.

A.W. Tozer schreibt in seinem Buch: „MUSS MAN GOTT FÜRCHTEN?“ Zitat: Wir haben keinen Grund zu der Annahme, wir könnten gelegentlich und beschwingt zu dem Herrn Jesus kommen und sagen: „Ich komme vorbei, damit du mir ein wenig hilfst, Herr Jesus. Ich weiß, dass du der Retter bist, so will ich das glauben und gerettet sein; dann wende ich mich wieder ab und werde mich mit den anderen Angelegenheiten wie mit deinem Herr sein, mit Hingabe und Gehorsam irgendwann später einmal befassen.“
Ich warne euch! Ihr werdet auf diese Weise keine Hilfe erhalten; denn der Herr wird solche nicht erretten, die sich von ihm nichts sagen lassen! Zitat Ende.

Gerade die Menschen der modernen und aufgeschlossenen westlichen Welt haben es am schwersten irgendeinem Menschen oder Gesetzen zu gehorchen. Viel zu lange leben sie schon in einer angeblich freien Welt. Der Spruch der französischen Revolution „FREIHEIT – GLEICHHEIT – BRÜDERLICHKEIT“ hallt immer noch in ihren Köpfen. So nehmen sie es jedem übel, der ihnen sagt, dass wir jemandem Gehorsam schulden.
Dennoch sollten wir Gott wieder fürchten. Seine Geschichte mit uns Menschen zeigt uns doch, dass Gott sehr wohl in der Lage ist, Menschen die ihm den Gehorsam schuldig bleiben, sehr hart zu bestrafen. Lernen wir von Sodom und von den Weckführungen seines Volkes Israel.

Ich möchte hier noch einmal Tozer aus dem oben angeführten Buch zitieren! Zitat: Brüder, ich glaube, wir müssen bei der falschen Lehre beginnen. Man hält Gott für ein Krankenhaus und Jesus für den Chefarzt, der arme Sünder wieder flott macht, die in Schwierigkeiten geraten sind! „Mach mich gesund, Herr“, haben sie gebettelt, „damit ich wieder meinen eigenen Weg gehen kann!“
Das ist eine böse Lehre, Brüder. Sie steckt voller Selbstbetrug. Lasst uns auf Jesus, unseren Herren, blicken: Er ist hoch erhaben, heilig, er trägt viele Kronen und ist der König der Könige, der Herr der Herren und hat das volle Recht, von seinem erlösten Volk absoluten Gehorsam zu fordern! Zitat Ende

Ich empfehle jedem, dem es schwerfällt Jesus den ihm zustehenden Gehorsam zu geben und Gott zu fürchten, das oben erwähnte Buch von A.W. Tozer zu lesen und dann das Gelesene am Wort Gottes zu prüfen.

Herr, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Der du die Menschen lässt sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder! Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. Du lässt sie dahinfahren wie einen Strom, sie sind wie ein Schlaf, wie ein Gras, das am Morgen noch sprosst, das am Morgen blüht und sprosst und des Abends welkt und verdorrt. Das macht dein Zorn, dass wir so vergehen, und dein Grimm, dass wir so plötzlich dahinmüssen. Denn unsre Missetaten stellst du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht. Darum fahren alle unsre Tage dahin durch deinen Zorn, wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz. Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon. Wer glaubt’s aber, dass du so sehr zürnest, und wer fürchtet sich vor dir in deinem Grimm? Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Amen
(Psalm 90,1-12)