Jahreslosung 2013

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Jahreslosung 2013
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. (Hebräer 13, 14)

Mittwoch, 14. August 2013

Gedanken zum Kolosserbrief 2, 16 - 19

Paulus schreibt in Kolosser 2, 16 – 19: „So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten (σκιὰ) der künftigen Dinge sind; der Körper aber ist des Christus. Lasst euch den Siegespreis von niemandem nehmen, der sich gefällt in falscher Demut und Verehrung der Engel und sich dessen rühmt, was er geschaut hat, und ist ohne Grund aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn und hält sich nicht an das Haupt, von dem her der ganze Leib durch Gelenke und Bänder gestützt und zusammengehalten wird und wächst durch Gottes Wirken.“

Da diese Verse sehr gerne dazu benutzt werden um zu erklären, dass wir die Speisegebote, den Sabbat und die Feste Gottes nicht mehr halten müssen, wollen wir sie uns einmal genauer anschauen.

Was ist eigentlich ein Schatten? Im Duden fand ich folgende Erklärung: „Ein Schatten ist -  (mehr oder weniger scharf begrenzter) im Schatten eines Körpers liegender Ausschnitt einer im Übrigen von direktem Licht beschienenen Fläche, der sich dunkel von der helleren Umgebung abhebt
Bereich, der vom Licht der Sonne oder einer anderen Lichtquelle nicht unmittelbar erreicht wird und in dem deshalb nur gedämpfte Helligkeit, Halbdunkel [und zugleich Kühle] herrscht
Figur, Gestalt o. Ä., die (dadurch, dass sie sich von einem helleren Hintergrund abhebt) nur in ihren Umrissen, nur schemenhaft als Silhouette erkennbar ist
dunkle Stelle, dunkler Fleck, der auf etwas erscheint
(bildungssprachlich) als Schatten gedachte Gestalt eines Verstorbenen, Abgeschiedenen (im Totenreich der Antike)
mittelhochdeutsch schate(we), althochdeutsch scato, verwandt mit griechisch skótos = Dunkel“

Das griechische Wort, das mit Schatten übersetzt wurde ist σκιά, und die Übersetzungsmöglichkeiten sind Schatten; Schattenbild.

Wenn man sich nun den ersten Satz ansieht, so erkennt man, dass der Körper, welcher den Schatten wirft, Jesus Christus ist. Den Schatten oder das Schattenbild, das durch Jesus Christus erzeugt wird, sind die Gebote und Satzungen Gottes, die ja alle von Jesus vorgelebt wurden. So hielten sich die Urchristen an die Speisegebote, den Sabbat und die Feste des Herrn. Wegen dieser Lebensweise wurden sie aber von den Heiden verklagt und ihnen wurde sozusagen ein schlechtes Gewissen gemacht, weil sie eben anders waren. Auch dürften sie von einer Gruppierung, die Engel verehrte, wegen ihrer Lebensweise angegriffen worden sein.  Paulus bestärkt sie in den Versen 16 – 19 eben weiterhin in dem was Jesus Christus uns vorgelebt hat, auszuharren und sich nicht ein schlechtes Gewissen machen zu lassen, weil sie die Speisegebote, den Sabbat und die Feste des Herrn einhielten.

Würde Paulus ihnen mit diesen Versen erklärt haben, dass die Speisegebote, der Sabbat und die Feste des Herrn keine Gültigkeit mehr haben, dann würden die Verse 20 – 23 keinen Sinn ergeben.

In Kolosser 2, 20 – 23 lesen wir: „Wenn ihr nun mit Christus den Mächten der Welt gestorben seid, was lasst ihr euch dann Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt: Du sollst das nicht anfassen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren? Das alles soll doch verbraucht und verzehrt werden. Es sind Gebote und Lehren von Menschen, die zwar einen Schein von Weisheit haben durch selbst erwählte Frömmigkeit und Demut und dadurch, dass sie den Leib nicht schonen; sie sind aber nichts wert und befriedigen nur das Fleisch.“

Die Speisegebote, das Sabbatgebot und die Feste des Herrn, sind eindeutig von Gott gegeben und so mit Sicherheit keine Gebote und Lehren von Menschen. Gebote und Lehren von Menschen sind aber zum Beispiel durch die Schriftgelehrten und Pharisäer gegebene, verschärfte Speisegebote, bestimmte Sabbatvorschriften und erfundene Rituale zu Festen des Herrn, sowie Feste und Feiertage die durch die religiösen Führer noch dazugetan wurden. Genau wegen dieser Dinge hat auch schon Jesus Christus die Schriftgelehrten und Pharisäer angegriffen.

Paulus hat also den Kolossern mitgeteilt, dass sie sich wegen dieser menschlichen Gebote und Lehren kein schlechtes Gewissen machen sollten, da sie doch durch Christus ohnehin den Mächten dieser Welt gestorben sind.

Heute sehen wir, wie begründet die Sorgen des Paulus sind. Viele die behaupten Christen zu sein, haben die Gebote und Satzungen Gottes verworfen und folgen den Geboten und Lehren von Menschen, die zwar einen Schein von Weisheit haben, aber tatsächlich nichts wert sind.

Seit Jahrhunderten wird das Wort Gottes verdreht und vergewaltigt, nur um begründen zu können, warum die Gebote und Lehren von Menschen (Sonntag, Weihnachten, Ostern,…) gehalten werden sollen und Gottes Gebote und Satzungen (Speisegebote, Sabbat, Feste des Herrn) keine Gültigkeit mehr haben.
Paulus ermahnt die Kolosser in Kolosser 3, 1 – 4 mit den Worten: „Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.“

Droben, wo Christus ist, da ist auch die Thora Gottes.

Wenn du nun den Sabbat, die Speisegebote und die Feste des Herrn halten möchtest, so schaue nicht auf die Juden, da ja diese eben noch die ganzen Gebote und Lehren von Menschen im heutigen Judentum haben, sondern orientiere dich allein am Wort Gottes, der Thora!


Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm. Nicht so die Gottlosen; sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. Darum bestehen Gottlose nicht im Gericht, noch Sünder in der Gemeinde der Gerechten. Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergeht. Amen

(Psalm 1,1-6)